English: Ancillary costs / Español: Gastos auxiliares / Português: Custos adicionais / Français: Frais annexes / Italiano: Costi accessori

Die Baunebenkosten sind in der Kostengliederung der DIN 276, Kostengruppe 700 aufgelistet und sind eine spezielle Gruppe der Baukosten.
Baunebenkosten beinhalten:
  • Kosten für Architekten- und Ingenieurleistungen, wie Planungen, Ausschreibungen, Bauleitung, Bauführung und Bauabrechnung
  • Kosten für Verwaltungsleistungen bei Vorbereitung und Durchführung des Bauvorhabens
  • Kosten der Behördenleistungen, wie Prüfungen und Genehmigungen
  • Kosten der Beschaffung der Finanzierungsmittel, z.B. Maklerprovisionen, Gerichts und Notarkosten einmalige Geldbeschaffungskosten, Hypothekendisagio, Kreditprovisionen und Spesen, Wertberechnungs- und Bearbeitungsgebühren, Bereitstellungskosten, Kapitalkosten und Erbbauzinsen
  • Kosten der Beschaffung und Verzinsung der Zwischenfinanzierungsmittel einschließlich der gestundeten Geldbeschaffungskosten, Steuerbelastungen des Baugrundstücks
  • Kosten der Beschaffung von Darlehen und Zuschüssen zur Deckung von laufenden Aufwendungen, - Fremdkapitalkosten, Annuitäten und Bewirtschaftungskosten
In der Regel kann man ca. 15 - 20 % der Baukosten für die Baunebenkosten veranschlagen.

Beschreibung

Baunebenkosten sind finanzielle Aufwendungen, die neben den reinen Baukosten für ein Bauprojekt anfallen. Diese Kosten umfassen alle Ausgaben, die nicht direkt mit dem eigentlichen Bau des Gebäudes in Verbindung stehen, wie beispielsweise Planungskosten, Genehmigungsgebühren, Versicherungen, Baustelleninfrastruktur, Sachverständigenhonorare und ökologische Ausgleichsmaßnahmen. Baunebenkosten sind ein wichtiger Bestandteil der Gesamtkostenkalkulation eines Bauprojekts und müssen sorgfältig geplant und überwacht werden, um unerwartete finanzielle Belastungen zu vermeiden.

Anwendungsbereiche

  • Planungskosten
  • Genehmigungsgebühren
  • Versicherungen
  • Baustelleninfrastruktur
  • Sachverständigenhonorare
  • Ökologische Ausgleichsmaßnahmen

Risiken

  • Unvorhergesehene Kostensteigerungen
  • Fehlerhafte Kalkulation der Baunebenkosten
  • Änderungen im Bauprojekt, die zusätzliche Kosten verursachen
  • Verzögerungen aufgrund von Genehmigungsproblemen
  • Mängel bei der Ausführung, die Nachbesserungen erfordern

Beispiele

  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Kosten für die Bauwasser- und Baustromversorgung
  • Baustellenbeschilderung und Verkehrssicherung

Beispielsätze

  • Die Baunebenkosten sind gut kalkuliert.
  • Der Architekt informierte den Kunden über die Höhe der Baunebenkosten.
  • Dem Bauunternehmen wurden die Baunebenkosten in Rechnung gestellt.
  • Die Baunebenkosten beliefen sich auf 15% der Gesamtkosten.
  • Die Baunebenkosten können den finanziellen Rahmen eines Bauprojekts sprengen.

Ähnliche Begriffe

Zusammenfassung

Baunebenkosten sind zusätzliche finanzielle Aufwendungen, die neben den reinen Baukosten eines Bauprojekts anfallen. Diese Kosten umfassen verschiedene Bereiche wie Planungskosten, Versicherungen, Genehmigungsgebühren und Sachverständigenhonorare. Es ist wichtig, die Baunebenkosten sorgfältig zu kalkulieren und zu überwachen, um unerwartete finanzielle Belastungen zu vermeiden. Trotzdem bergen Baunebenkosten Risiken wie unvorhergesehene Kostensteigerungen und Verzögerungen aufgrund von Genehmigungsproblemen. Es ist daher entscheidend, diese Aspekte im Auge zu behalten, um ein Bauprojekt erfolgreich abzuschließen.

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